Episode #310: Das Tal der Tränen dauert oft viel länger, als Sie denken

Shownotes

Kennen Sie das? 

Eine Aktie in Ihrem Depot fällt seit Monaten. Die Quartalszahlen enttäuschen immer wieder, Gewinnprognosen werden gesenkt, und die erhoffte Erholung verschiebt sich von Quartal zu Quartal.

Dabei waren Sie von den langfristigen Aussichten des Unternehmens doch überzeugt. Also halten Sie durch. Aber irgendwann ist die Geduld erschöpft. Sie verkaufen entnervt. Und ausgerechnet dann beginnt die Aktie wieder zu steigen.

Warum passiert das immer wieder? Weshalb können kurzfristige Probleme den Aktienkurs so lange belasten, obwohl die Zukunftsaussichten eigentlich gut erscheinen? Und warum ist ausgerechnet der Zeitpunkt der schlechtesten Nachrichten manchmal der Beginn einer überraschenden Kurserholung?

In Episode #310 spreche ich über die verschiedenen Phasen einer Unternehmenskrise, die Erwartungen der Börse und die psychologischen Herausforderungen für langfristige Anleger.

Anhand eines eindrucksvollen Unternehmensbeispiels zeige ich, warum Geduld manchmal belohnt wird, aber auch, weshalb sie zum teuren Fehler werden kann.

Denn nicht jedes Tal der Tränen endet mit steigenden Kursen.Der zentrale Gedanke: Nicht allein aus Frustration verkaufen, aber auch nicht allein wegen gefallener Kurse nachkaufen. Entscheidend sind nachvollziehbare Verbesserungen der Aussichten und die finanzielle Widerstandsfähigkeit. Auch dann bleibt eine Erholung unsicher.

Die besprochenen Unternehmensbeispiele sind keine Anlageempfehlungen.



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⚖️ Disclaimer

Mit dieser Veröffentlichung wird kein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder sonstigen Titeln unterbreitet. Die enthaltenen Informationen und Einschätzungen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Sie ersetzen unter anderem keine individuelle Anlageberatung.

 

Transkript anzeigen

00:00:05: In der Episode Dreihundertzehn geht es darum, warum Aktien nach monatelangen Kursverlusten Ausgräne dann wieder steigen können wenn die schlechtesten Nachrichten kommen und woran sie erkennen können ob das Tal der Tränen tatsächlich zu Ende geht.

00:00:26: Herzlich willkommen!

00:00:27: Moin und Servus beim Podcast.

00:00:29: Aktien verstehen und erfolgreich nutzen.

00:00:33: Mein Name ist Wilhelm Scholze.

00:00:34: als Profi habe ich über siebzehn Jahre lang Form Manager und Vermögensverwalter in Aktien beraten Und seit dem Jahr, ich lebe ausschließlich vom Investieren in einzelne Aktien.

00:00:45: In diesem Podcast geht es darum wie Sie teure Fehler vermeiden und am Wachstum der innovativsten Firmen der Welt partizipiert.

00:00:53: Tipps gibt's viele!

00:00:55: Hier geht´s ums Know-how Das Tal der Tränen.

00:01:03: Haben sie das schon einmal erlebt?

00:01:05: Eine Ihrer Aktien fällt und fällt über Wochen und Monate.

00:01:11: Dann kommen die Quartalszahlen und sind richtig schlecht Eigentlich genauso schlecht oder sogar schlechter, wie alle es befürchtet hatten.

00:01:20: Sie geben entnervt auf und verkaufen Und noch am selben Tag oder ein paar Tage später beginnt der große Dreh... ...und die Aktie kommt nie wieder in die Nähe ihres Tiefs Nur leider ohne sie.

00:01:34: Wenn Ihnen das schon passiert ist dann sind Sie in sehr großer Gesellschaft.

00:01:38: Ich habe in über forty fünf Jahren als Anleger und davon siebzehn Jahre als Berater von Vormanagern diesen Ablauf so oft gesehen, dass sie ihn fast schon vorher sagen kann.

00:01:48: Nicht den Zeitpunkt der lässt sich nie vorhersagen aber das Muster.

00:01:54: und darum geht es heute.

00:01:56: Warum dauert das Teil der Tränen bei einer Aktie fast immer länger als man glaubt und hofft?

00:02:02: Warum dreht der Kurs oft dann wenn die Nachrichten am schlechtesten sind?

00:02:06: und woran erkennen Sie ob das Schlimmste wirklich vorbei ist oder ob sie nur hoffen dass es vorbei ist?

00:02:14: Über Zeithorizonte und über Quartalszahlen haben wir hier schon gesprochen.

00:02:18: In den Episoden neunundneinzig und hundertnünundvierzig bis hundredeinundfünfzig heute schauen wir von einer anderen Seite darauf, nämlich auf die Zeit, die ein Problem braucht, bis es wirklich durch ist.

00:02:32: Warum schlagen kurzfristige Probleme so oft die langfristigen Aussichten?

00:02:37: Eigentlich müsste das ja anders sein!

00:02:40: Der Wert eines Unternehmens hängt an den Gewinnen der nächsten zehn Jahre Schwaches Quartal oder ein schwaches Jahr, in der daran rechnerisch oft gar nicht so viel.

00:02:51: Trotzdem fallen Aktien bei kurzfristigen Problemen manchmal um die Hälfte und mehr... ...und sie bleiben da unten viel länger als es die Rehnung rechtfertigen würde!

00:03:03: Das hat mit der Art zu tun wie an der Börse Erwartungen in den Kurs kommen.

00:03:08: Die Börsen batent nicht auf die Zahlen.

00:03:10: Sie handelt sobald sie etwas befürchtet Und die Zahlen bestätigen dann nur noch, was die meisten schon wissen oder ahnen.

00:03:19: Das gilt übrigens auch für die Profis.

00:03:21: Wenn sie befürchten dass sich etwas verschlechtert.

00:03:24: verkaufen Sie erst einmal wie im wilden Westen Erst schießen Dann fragen Denn auch Profis werden kurzfristig gemessen Quartal verquartal und kaum ein Foremanager möchte zum Jahresende eine Aktienbericht stehen haben Die vierzig Prozent verloren hat und bei der keiner weiß wann es besser wird.

00:03:44: Also verkaufen Sie lieber, auch wenn Sie das Unternehmen langfristig gar nicht so schlecht finden.

00:03:51: Diesen Druck haben sie als Privatanleger ja übrigens nicht und das ist ein echter Vorteil, wenn man ihn nutzt.

00:03:59: Wie läuft zu einem Teil der Tränen typischerweise ab?

00:04:03: In meiner Zeit an der Börse habe ich immer wieder einen bestimmten Ablauf beobachtet.

00:04:08: Natürlich verläuft nicht jede Unternehmenskrise so aber dieses Muster hilft zu verstehen warum Anleger Oft viel zu früh auf eine Erholung hoffen und nochmal genau dann aufgeben, wenn sich die Lage tatsächlich verbessert.

00:04:22: Ich unterscheide dabei fünf Phasen.

00:04:26: In der ersten Phase sehen einige wenige das sie etwas verschlechtert.

00:04:30: Meist wird die Nachfrage Spächer oder ein neuer Wettbewerber drückt auf die Preise.

00:04:36: Diese Anleger verkaufen früh oft ohne großes Aufsehen Und der Kurs gibt etwas nach, ohne dass in Zeitungen schon etwas dramatisches steht.

00:04:46: Oft erwarten sie eigentlich auch nur, dass es so gut gar nicht weitergehen kann.

00:04:53: In der zweiten Phase verkaufen Anleger die vom Inhalt gar nichts mitbekommen haben.

00:04:58: Sie sehen nur das der Kurs fehlt erst zehn dann zwanzig vielleicht dann dreißig Prozent und irgendwann halten sie es nicht mehr aus.

00:05:06: Der Kursverlust selbst wird zum Verkaufsgrund.

00:05:09: Das ist menschlich verständlich Nur hat es mit dem Unternehmen nichts mehr zu tun.

00:05:15: In der dritten Phase errechnet der Markt mit dem, was kommen könnte.

00:05:20: Man rechnet mit schwachen Quartalszahlen – Mit einer Gewinnwarnung, mit Stellenabbau oder einer gekürzten Dividende.

00:05:27: Nichts davon ist schon passiert aber allein die Erwartungen drückt den Kurs weiter nach unten und liegt am Ende des Tunnels sieht in dieser Phase niemand.

00:05:39: Die vierte Phase ist die längste und oft zermürbendste.

00:05:42: Das Management versucht zu beruhigen.

00:05:45: Das ist verständlich, denn niemand im Vorstand möchte die eigenen Aktionäre verscheuchen und oft glaubt man auch noch selbst daran dass es nicht so schlimm wird.

00:05:55: Also heißt das Man sei auf einem guten Wege.

00:05:57: die Ziele für das Jahr sein weiter erreichbar vielleicht am unteren Ende der Spanne.

00:06:03: Ein Quartal später muss man die Zile dann doch noch senken Und noch ein Quartals später ein weiteres Mal.

00:06:10: Mit jeder Senkung geht ein Stück Vertrauen verloren.

00:06:14: Die Anleger glauben irgendwann keiner Prognose mehr und deshalb hilft dann auch eine gute Nachricht kaum noch, weil jeder schon auf die nächste Enttäuschung wartet.

00:06:25: So etwas kann sich über viele Quartale hinziehen – manchmal über zwei Jahre oder länger!

00:06:31: Das ist das eigene Tal der Tränen.

00:06:34: Und dann kommt wenn es gut läuft, die fünfte Phase.

00:06:39: Das Management auf.

00:06:40: dein neuer Vorstand legt alles auf den Tisch.

00:06:44: Die Ziele werden so weit gesenkt, dass man sie realistisch auch erreichen kann.

00:06:49: Abschreibungen werden auf einen Schlag gebucht Kosten und Personalabbau werden angekündigt Und manchmal wird die Dividende gestrichen.

00:06:58: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Strecken ohne Ende.

00:07:04: Unter Profis gibt es dafür sogar einen Begriff.

00:07:07: Man nennt das Kitchen-Sinking.

00:07:10: Freiber setzt!

00:07:11: Man wirft alles in die Spüle was doch irgendwie schmutzig ist.

00:07:15: Ingemeint ist, dass möglichst viele schlechte Nachrichten auf einmal aufgelegt werden statt zu über mehrere Quartale zu verteilen.

00:07:23: Oft geschieht das eben beim Wechsel des Vorstands.

00:07:26: Manchmal kommt noch ein sogenanntes Big Bass dazu bei dem hohe Abschreibungen oder andere Belastungen in einem Geschäftshahr zusammen mit den anderen News konzentriert werden.

00:07:39: Die Hoffnung dahinter Danach kann das Unternehmen mit realistischeren Erwartungen neu beginnen.

00:07:47: Ob das tatsächlich gelingt, ist eine andere Frage.

00:07:51: Warum steigt der Kurs ausgerechnet dann?

00:07:54: Es klingt erst einmal widersinnig.

00:07:56: Die Zahlen sind miserabel Der Ausblick ist gesenkt Es werden Stellen abgebaut und die Aktie steigt.

00:08:03: Aber Denk Sie an die vierte Phase zurück.

00:08:06: Das größte Problem war dort nicht der schlechte Gewinn Sondern die Unsicherheit Wie schlecht es noch wird.

00:08:13: Solange das niemand weiß, will kaum jemand kaufen.

00:08:18: Wenn das Management aber alles offenlegt und die Messlatte so tief legt dass sie realistisch ist dann gibt es zum ersten Mal seit langer Zeit eine Basis auf der man rechnen kann.

00:08:30: Ab diesem Moment ändert sich wie der Markt auf Nachrichten reagiert.

00:08:35: Vorher wurde jede gute Meldung angezweifelt.

00:08:39: Jetzt wird jeder verbesserte Auftragseingang, jede Kostensenkung und jede leicht positive Aussicht honoriert, weil sie besser ist als die tiefgelegten Erwartungen.

00:08:50: Und meistens sind es zuerst die Profis, die hier wieder einsteigen, während viele Privatanleger noch die Enttäuschung der letzten zwei Jahre im Kopf haben.

00:08:59: Deshalb kann ein solcher Tiefpunkt in der Kommunikation dem Beginn einer Kurserholung markieren – und manchmal verkaufen einige Ausgerechnet dann wenn sich die Voraussetzungen für eine Erholung erstmals verbessern!

00:09:13: Nicht unbedingt weil sie das Unternehmen neu bewertet haben, sondern weil sie die vielen Enttäuschungen zuvor schlicht zermürbt haben.

00:09:24: Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür ist Siemens Energy.

00:09:28: Erinnern sich an den sechsohnzwanzigsten Oktober.

00:09:30: zwanzig drei an zwanzich?

00:09:33: Die Jagd sei viel vorher schon über viele Monate dahin aber an diesem Tag verlor sie an einem einzigen Tag über thirty-fünf Prozent und schloss gerade einmal bei sechs Euro siebenundachtzig.

00:09:48: Die Probleme über das spanischen Minkrafttorch der Garmessa waren schon länger bekannt.

00:09:52: Qualitätsmängel bei Windturbinen hat Milliarden Verluste verursacht, aber an diesem Tag kam eine neue Sorge hinzu.

00:10:00: Siemens Energy musste mit der Bundesregierung über milliardenschwere Garantien verhandeln.

00:10:06: Plötzlich stand die Frage im Raum ob die Probleme im Mintgeschäft auch die übrigen durchaus erfolgreichen Geschäftsbereiche gefährden könnten.

00:10:15: Der Kurssturz zeigte, wie groß die Sorgen der Anleger inzwischen waren.

00:10:19: Doch wenige Wochen später stand das Garantiepaket und ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor war beseitigt.

00:10:26: Das damals kaum jemand ande.

00:10:28: dieser Oktober-Tag markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Kurserholung.

00:10:36: Ausgehend von weniger als sieben Euro stieg die Aktien im folgenden Jahr zeitweise auf über hundert neunzig Euro.

00:10:45: auch KI Sei Dank.

00:10:49: Natürlich konnte das damals niemand vorhersehen und der Kursanstieg lag nicht allein an den schradlichen Garantien, auch die Geschäftsentwicklung verbesserte sich permanent.

00:10:59: aber das Beispiel zeigt wie stark eine Aktie reagieren kann wenn eine zuvor bedrohliche wirkende Unsicherheit verschwindet.

00:11:08: Aber bedeutet das dass auf dem großen Kurseinbruch zwangsläufig eine Erholung folgt sobald die schlimmsten Nachrichten bekannt sind?

00:11:20: Leider nein.

00:11:21: Ich habe ein Episodi-Zwandererzeichen darüber gesprungen, dass Probleme selten allein kommen.

00:11:26: Es gibt Fälle in denen ein neuer Vorstand aufräumt alles in der Leichtart und ein Jahr später kommt die nächste Gewinnwarnung weil das Problem tiefer lag als man geklappt hat.

00:11:37: Das eingestehendes Allein reicht also nicht.

00:11:40: Danach muss noch etwas dazukommen Und das ist für mich die wichtigste Frage dieser Episode.

00:11:46: Sehen Sie schon das Licht am Ende des Tunnels für den nächsten Jahre?

00:11:52: Woran man das erkennt, lässt sich ziemlich konkret prüfen.

00:11:56: Ich schaue vor allem auf diese Punkte.

00:11:58: Wird der Ausblick nicht weiter gesenkt oder steigt er vielleicht sogar wieder leicht?

00:12:04: Ein wichtiger Faktor ist, dreht zum Beispiel den Auftragseingang.

00:12:10: Redet das Management anders als vorher nüchterner mit Zahlen statt Bet Hoffnungen?

00:12:15: und wie reagiert der Kurs auf schlechte Nachrichten?

00:12:19: wenn eine Aktie auf eine weitere schlechte Meldung kaum noch fällt dann könnte bereits viel Negatives im Kurs enthalten sein.

00:12:28: Aber dazu ein weiterer wichtiger Punkt, den Sie unbedingt beachten sollten.

00:12:32: Wie sieht es mit der finanziellen Widerstandsfähigkeit aus?

00:12:36: Reichen Liquidität und Cash-Low aus um die schwierige Phase zu überstehen oder drohen eine Kapitalerhöhung, eine massive Verwässerung der Aktionäre oder sogar Probleme mit der Finanzierung?

00:12:49: Wenn Sie bei mehreren dieser Punkte eine Verbesserung erkennen und das Unternehmen finanziell in der Lage ist, die schwierige Phase zu überstehen.

00:12:57: Dann gibt es erste Anzeigen für Licht am Ende des Tunnels.

00:13:02: Wenn sie dagegen keine Verbesserungen erkennen können dann ist der niedrige Kurs vielleicht kein Tiefpunkt sondern nur eine Zwischenstation.

00:13:11: Und jetzt kommt ja Teil der weniger angenehm ist Denn es gibt Branchen bei denen die schlechten Zahlen kommen und kommen und das Licht will einfach nicht auftauchen.

00:13:21: Nehmen wir die deutsche Automobilindustrie.

00:13:24: Bei Ihnen sieht es seit Jahren immer wieder so aus, als wäre ihr jetzt der Tiefpunkt erreicht.

00:13:29: Die Zahlen sind schlecht Gewinnwahlungen sind da Stellenabbau wird angekündigt und Bewertungen sind niedrig.

00:13:37: Das klingt nach Phase Fünf Aber stellen Sie die Frage nach dem Licht am Ende des Tunnels einmal konkret Werden die chinesischen Hersteller in drei jahren weniger Autos exportieren als heute?

00:13:52: sieht es irgendwie nicht so aus.

00:13:54: Sie bauen ihre Fabriken weiter aus, fallen bei uns die Kosten für Energie Personal und Bürokratie?

00:14:03: auch das sehe ich im Moment nicht.

00:14:05: Und haben die deutschen Hersteller bei Software und Batterien aufgeholt?

00:14:10: Bisher bestenfalls teilweise.

00:14:14: Auch das ist keine Anlageempfehlung.

00:14:16: Ich will nur auf Probleme hinweisen die einfach im Raum stehen.

00:14:23: Wenn man auf diese Fragen keine guten Antwort findet, dann sieht man auch kein Licht.

00:14:28: Dann handelt es sich womöglich nicht um ein Tal durch das man nur lang genug hindurchgehen muss sondern an mein strukturelles Problem über dass wir in Episode zweihundert vier gesprochen haben.

00:14:40: Natürlich können auch Unternehmen in einer schwierigen Branche attraktive Aktien sein wenn der Kurs bereits eine noch schlechte Entwicklung unterstellt aber dafür muss ich zumindest abschätzen können wie die Erträge in einigen Jahren aussehen können.

00:14:55: Allein ein niedriges KGV reicht mir dafür nicht.

00:15:01: Ob die Autoproche irgendwann wieder Licht sieht, kann ich Ihnen nichts sagen und das kann seriös auch sonst niemand.

00:15:06: Ich sehe es im Moment nur nicht.

00:15:09: Was heißt das jetzt für Sie als Anleger?

00:15:11: Zunächst einmal wenn sie eine Aktie halten bei der sie langfristig an das Unternehmen glauben Dann rechnen Sie damit dass das Tal länger dauern kann.

00:15:21: also ihnen lieb ist Monate sind normal ein Jahr oder zwei kommen vor.

00:15:26: Wer das vorher weiß, verkauft Zeltner aus reiner Frustration.

00:15:31: Zweitens, verkaufen Sie nicht genau dann wenn die lange erwarteten schlechten Zahlen kommen – nur weil sie schlecht sind!

00:15:39: Fragen sich stattdessen ob jetzt alles auf dem Tisch liegt und ob die Aussichten ab hier besser werden?

00:15:46: Wenn ja, kann so ein Sell-off Tag oft der Beginn einer Kurserholung sein.

00:15:52: Drittens Kaufen Sie aber auch nicht vorschnell nach, nur weil der Kurs schon so stark gefallen ist.

00:15:58: Billiger als gestern heißt nicht günstig!

00:16:02: Ein Nachkauf nach schwachen Zahlen kann sinnvoll sein wenn es überzeugende Anzeigen dafür gibt dass sich die Aussichten verbessern und die größten Probleme überwunden worden sind.

00:16:13: Warten sie also ab bis das Management das alles auf den Tisch gelegt hat?

00:16:19: Und bis sie einen gewissen positiven Ausblick vom Management auch wirklich sehen.

00:16:27: Vielleicht verpassen Sie dadurch einen Teil der ersten Kurserholung und das nehme ich lieber in Kauf als auf eine Trendwende zu setzen, für die noch keine überzeugenden Anzeigen sehe.

00:16:39: Natürlich kann auch danach noch vieles schief gehen aber zumindest beruht meine Entscheidung dann mehr als einer Hoffnung dass es nicht noch schlimmer wird.

00:16:51: Wie man Quartals zahlen, Prognosen und die Aussagen des Managements beurteilt und daraus eigene Investmententscheidungen ableiten kann ist übrigens auch ein wichtiger Bestandteil meiner Masterclass Aktien.

00:17:04: Daher meine Frage heute an Sie – gibt es in dem Depot eine Aktie, die schon lange im Tal steckt?

00:17:10: Und sehen sie dort das Licht am Ende des Tunnels oder hoffen sie nur darauf?

00:17:17: Wenn sich solche Entscheidungen künftig besser selbst treffen möchten finden Sie weitere Informationen auf meiner Webseite.

00:17:26: Dort können sie auch ein persönliches Gespräch mit mir vereinbaren unter WilhelmScholze.com.

00:17:35: Dann können wir gemeinsam herausfinden, ob die Masterclass für Sie sinnvoll ist und damit wünsche ich Ihnen wieder alles Gute und viel Erfolg bei all Ihren Investments!

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