#282: Warum viele Anleger die wichtigsten Börsentage verpassen
Shownotes
🎧 Podigee-Shownotes Vorlage für Episode #282: “Die wichtigsten Börsentage"
In Episode 282 geht es um ein Phänomen, das viele Privatanleger unterschätzen und das langfristig sehr teuer werden kann: Die wichtigsten Börsentage finden oft genau dann statt, wenn die Unsicherheit am größten ist. Wenn Kurse stark gefallen sind, die Stimmung schlecht ist und viele Anleger am liebsten erst einmal an die Seitenlinie gehen wollen.
Ich spreche darüber, warum starke Erholungstage an der Börse oft mitten in unruhigen Marktphasen entstehen, weshalb viele Anleger genau diese Tage verpassen und warum das ihr Ergebnis massiv verschlechtern kann. Dabei geht es auch um einen wichtigen Unterschied, den viele übersehen: Nicht jeder Kursrückgang ist gleich. Ein schwacher Gesamtmarkt ist etwas anderes als ein echtes Problem im Unternehmen.
Außerdem geht es um die Frage, warum Fehlentscheidungen oft schon beim Depotaufbau beginnen und was ein Depot braucht, damit man auch in turbulenten Phasen ruhiger und sauberer entscheiden kann.
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Transkript anzeigen
00:00:06: In der Visurri-Zweiner-Zweiundachzig geht es um ein Phänomen, das häufig der Grund für schlechte Performance vieler Privatanlieger ist.
00:00:13: Wir sprechen über die Frage der wichtigsten Börsentage – die leider häufig stattfinden wenn die Unsicherheit am größten ist.
00:00:26: Herzlich willkommen!
00:00:27: Moin und Servus beim Podcast Aktien Verstehen und erfolgreich nutzen.
00:00:33: Mein Name ist Wilhelm Scholze.
00:00:34: Als Profi habe ich über siebzehn Jahre lang Form Manager und Vermögensverwalter in Aktien beraten Und seit dem Jahr, ich lebe aus schließlich vom Investieren in einzelne Aktien.
00:00:45: In diesem Podcast geht es darum wie Sie teure Fehler vermeiden und am Wachstum der innovativsten Firmen der Welt partizipiert.
00:00:53: Tipps gibt's viele!
00:00:55: Hier geht´s um Snow How.
00:01:01: Es gibt an der Börse den Glauben, der für viele Anleger zunächst logisch klingt.
00:01:06: Nämlich dass man das große Geld in den guten ruhigen Börsen macht.
00:01:11: Doch die größten Kursgewinne entstehen oft nicht in den angenehmen Marktphasen.
00:01:16: Sie entstehen auch dann, wenn die Stimmung schlecht ist, wenn Verluste frisch sind und viele Anleger nervös sind.
00:01:22: Und wenn der Wunsch groß ist erst einmal aus dem Markt rauszugehen um später in klareren Zeiten wieder einzusteigen.
00:01:30: Klingt ja zunächst auch vernünftig.
00:01:33: Wenn es heftig fällt will man sich schützen.
00:01:35: Man sagt sich ich gehe jetzt lieber raus.
00:01:38: Ich warte bis sich die Lage beruhigt hat und wenn es wieder besser aussieht, kann ich ja immer noch zurückkommen.
00:01:45: Das Problem ist nur an der Börse kommt dieses Wenn Es Wieder Besser Aussieht sehr oft zu spät Denn die stärksten Tage beginnen häufig nicht dann, wenn schon wieder Ruhe eingekehrt ist.
00:01:58: Sie beginnen oft mitten in der Unruhe Mitten in einer Angst Mitten In Einer Lage, in der viele gedanklich noch gar nicht bei Erholung sind.
00:02:08: Und genau deshalb ist dieses Thema so wichtig.
00:02:11: Wenn Sie verstehen, warum das so ist, dann verstehen sie nicht nur etwas über Kursverläufe.
00:02:16: Sie verstehen auch etwas über die Denkfehler vieler Anleger und Sie verstehen vielleicht besser, warum langfristiger Rendite so oft nicht an fehlenden Wissen scheitert sondern an falschen Reaktionen in genau diesen Phasen.
00:02:30: Schauen wir uns zuerst das Grundmuster an.
00:02:34: Viele stellen sich gute Börsen-Tage so vor als würden sie am Ende einer schönen geordneten Bewegung stehen.
00:02:40: Erst wird die Nachrichtenlage besser dann kehrt Vertrauen zurück, da steigen die Kurse langsam sauber und nachvollziehbar.
00:02:48: So kann es laufen aber den Großteil der Performance am Aktienmarkt macht man nicht in dieser Zeit Denn die stärksten Tage entstehen häufig direkt nach heftigen Verlusten schon deshalb weil starke Gegenbewegungen von tiefem Niveau aus gemessen werden.
00:03:04: Wenn ein Markt vorher massiv gefallen ist reichen wenige gute Nachrichten oder einfach nur weniger schlechte Erwartungen und plötzlich sehr große, prozentuale Sprünge auszulösen.
00:03:16: Von unten gerechnet sehen solche Erholungen dann spektakulär aus!
00:03:21: Ein gutes Beispiel war der dem März, wir waren mitten im Corona-Crash.
00:03:27: Die Unsicherheit war enorm.
00:03:29: Viele wussten nicht wie tief es noch gehen würde.
00:03:32: Und genau in dieser Lage sprang der DAX an einem einzigen Tag um elf Prozent auf.
00:03:37: etwa neuntausend siebenhundert Punkte fast tausend Punkte an einem Tag.
00:03:44: Wenn man das im Nachhinein betrachtet, sieht es aus wie ein wichtiger Erholungstag!
00:03:50: Wenn man aber in diesen Moment drin steckte fühlte sich nicht nach Sicherheit an.
00:03:55: Es füllte sich nach Chaos an, nach extremer Volatilität, nach einem Markt der jederzeit auch wieder brutal drehen konnte.
00:04:03: Und genau das ist der Punkt.
00:04:05: Die Tage die später in der Rückschau so wichtig aussehen fühlen sich im Moment selbst gar nicht gut an.
00:04:13: Ein ähnliches Muster konnte man im April twenty-fünfundzwanzig beobachten, als die Märkte durch die neuen Zollthemen massiv unter Druck gerieten.
00:04:21: Der DAX startete am siebten April zeitweise im Bereich um achtzehntausend fünfhundert Punkte.
00:04:27: Die Stimmung war schlecht.
00:04:28: viele dachten wieder in Richtung Eskalation nicht in Richtung Entspannung.
00:04:34: Nur wenige Tage später kam es zu einer sehr kräftigen Erholung.
00:04:37: Am zehnten April stieg der DAX an einem einzigen Tag um sechs Komma sieben Prozent.
00:04:44: Auch hier wieder das selber Muster.
00:04:45: Vorher ein heftiger Druck, dann plötzlich eine starke Gegenbewegung.
00:04:50: Nicht erst nach Wochen oder nach Beruhigung sondern sehr schnell, sehr unangenehm und sehr schwer planbar.
00:04:59: Und genau da liegt die Schwierigkeit für Anleger Denn der Kopf arbeitet in solchen Momenten gegen sie.
00:05:06: Wenn Kurse stark gefallen sind Dann sucht der Mensch nicht zuerst den Dieter Er sucht Schutz er will Schmerzen beenden Er will Ordnung, er will nicht noch einmal erleben wie das Depot am nächsten Morgen wieder tiefer eröffnet.
00:05:20: Das ist kein Zweichen von Schwäche – es ist menschlich!
00:05:25: Nur ist genau das an der Börse oft teuer.
00:05:29: Denn wenn sie ausgerechnet inmitten der starken Verluste aussteigen dann steigt die Wahrscheinlichkeit dass ihr auch die Tage verpassen, an denen ein großer Teil der späteren Erholung beginnt.
00:05:40: Die Zahlen dazu sind ziemlich eindrucksvoll.
00:05:43: Morgen Stanley hat für den Stenner einer Purs von hundert über den Zeitraum von neunzehntneinzig bis zwothausendvierundzwanzig gezeigt, wie teuer es werden kann wenn Anleger ausgerechnet die stärksten Erholungstage verpassen.
00:05:58: Wenn in dieser Zeit einfach investiert blieb erzielte im Schnitt rund neunkommar acht Prozent Rendite pro Jahr.
00:06:06: Wer nur die dreißig besten Börsen Tage verpasste kam dagegen nur noch auf vier Komma zwei Prozent und wer die besten forty-fünf Tage aus den fünfzehn Jahren Börse verpasste, nur noch auf rund zwei Komma drei Prozent.
00:06:23: Das zeigt wie ungleicherin Diethe an der Börsee verteilt ist.
00:06:27: sie kommt oft nicht gleichmäßig sondern in wenigen sehr starken Schüben.
00:06:31: das ist nicht nur ein bisschen weniger dass es da völlig anderes Ergebnis und das ist deshalb so wichtig weil es dem Blick auf Börsel verändert.
00:06:42: Viele Anleger denken bei guter Rendite zuerst an die Frage wer Aktien sie kaufen sollten.
00:06:48: Das ist natürlich absolut wichtig und genau darum geht es ja auch in der Masterclass, aber es gibt auch einen zweiten Teil der Wahrheit.
00:06:56: Der andere Teil lautet Sie müssen auch an den entscheidenden Tagen überhaupt noch investiert sein denn Rendite verteilt sich nicht gleichmäßig.
00:07:06: Sie kommt nicht wie ein Gehalt jeden Monat in ähnlicher Höhe.
00:07:12: Und einige wenige Tage haben einen sehr großen Einfluss auf das Langfristergebnis.
00:07:18: Wenn man genau diese Tage nicht mitnimmt, wird es später sehr schwer das wieder aufzuholen.
00:07:25: Gerade die besten Unternehmen reagieren extrem fest sobald sie ein Markt auch nur wieder ein wenig beruhigt hat.
00:07:32: Nur könnte man an dieser Stelle einen Fehler machen?
00:07:36: Man könnte sagen dann darf man eben nie verkaufen!
00:07:41: Noch auch das wäre falsch... Und hier beginnt die saubere Unterscheidung.
00:07:46: Denn diese Logik gilt zuerst einmal für breite Märkte, also für Indizes.
00:07:51: Für große vielfältige Märkte die sich über die Zeit erneuern.
00:07:56: Schwache Unternehmen verlieren dort dann Gewicht in einem Index.
00:07:59: Starke Unternehmen prägen den Markt immer stärker bekommen ein immer höheres Gewicht.
00:08:05: Ein Index hat also etwas das eine einzelne Aktien nicht hat Eine gewisse Erneuerung von Innen.
00:08:14: Bei einer einzelnen Aktie ist das anders.
00:08:16: Wenn eine einzelne Aktie zwanzig oder dreißig Prozent fällt, dann kann das natürlich eine Übertreibung sein.
00:08:23: Es kann aber auch ein echter Hinweis darauf sein dass mit dem Unternehmen etwas nicht mehr stimmt.
00:08:29: Vielleicht kollabiert die Marge?
00:08:31: Vielleicht verliert es seinen Wettbewerbsvorteil?
00:08:34: Vielleicht war das frühere Wachstum nur eine vorübergehende Phase.
00:08:39: vielleicht wird aus einem guten Geschichte langsam ein durchschnittliches Oder sogar schlechtes Unternehmen.
00:08:47: Deshalb gilt für langfristigen Erfolg an der Börse zum einen nicht panisch aus einem guten Unternehmen auszusteigen und zum anderen jede gefallene Aktie einfach weiterzuhalten.
00:09:00: Das eine kann den Verlust eines hervorragenden Unternehmens im Depot bedeuten, das andere sehr teuer werden.
00:09:08: Ich halte diese Unterscheidung für einer der wichtigsten beim investierenen Einzelaktien denn viele Anlieger die den Satz hören dass die besten Tage oft nach den schlechtesten kommen machen daraus unbewusst, dann wird meine gefallene Aktie schon auch wieder stark zurückkommen.
00:09:25: Nein das folgt daraus nicht!
00:09:28: Es gibt Aktien die sich schnell und stark erholen und es gibt Aktiens die in einem großen Absturz nie wieder wirklich zurück kommen weil nicht nur der Kurs gefallen ist sondern die Qualität des Unternehmens gleich mit.
00:09:42: Darum reicht es nicht nur auf den Kurs zu schauen.
00:09:45: Sie müssen verstehen warum etwas fällt.
00:09:49: Fällt der Markt insgesamt, weil Angst herrscht?
00:09:52: Weil Erwartungen wegbrechen.
00:09:53: Weil kurzfristig Druck entsteht?
00:09:56: oder fällt diese Aktie?
00:09:58: Weil das Unternehmen selbst ein echtes Problem hat.
00:10:01: Das ist ein großer Unterschied und es ist auch der Grund warum viele Privatanleger in schwierigeren Phasen entweder zu spät verkaufen oder viel zu lange halten.
00:10:14: Sie reagieren auf den Kurs aber nicht präzise genug auf die Ursache.
00:10:19: Das zweite Learning geht noch einen Schritt weiter.
00:10:22: Viele Anleger scheitern in solchen Marktphasen nicht daran, dass sie zu wenig Börsen wissen haben.
00:10:28: Das Problem beginnt schon oft viel früher nämlich beim Aufbau des Depots.
00:10:33: Wenn darin zu viele Aktien stecken die in schwierigen Phasen ähnlich reagieren dann fällt schnell vieles gleichzeitig.
00:10:41: Dazu kommen oft zu hohe Gewichtungen Zu wenige innere Reserve und keine klare Antwort auf zwei einfache Fragen Warum besitze ich diese Aktie überhaupt noch?
00:10:53: Unter welchen Bedingungen würde ich sie verkaufen?
00:10:57: Genau, dann steigt der Druck und aus einer Korrektur wird plötzlich etwas das sich nach Bedrohung anfühlt.
00:11:04: Und sobald sich Börse wie Bedrohhung anfüllt will der Mensch Kontrolle – und eine der schnellsten Formen von Kontrolle ist dann der Verkauf!
00:11:13: Nur kann genau dieser Verkaufe in die falsche Richtung führen nicht weil Verkaufen grundsätzlich falsch wäre sondern weil es oft gerade dann geschieht wenn dieser innere Druck am größten ist Und das sind häufig die Phasen, in denen kurze Zeit später die stärksten Gegenbewegungen auftreten.
00:11:32: Deshalb würde ich die Frage für Anleger anders formulieren – nicht wie schaffe ich es hier jeden Rückgang zu vermeiden?
00:11:39: Sondern wie baue ich mein Depo so auf dass ich Rückschläge aushalten kann oder genau dann zur Falschneid Entscheidung gezwungen zu werden?
00:11:49: Das ist eine andere Denkweise!
00:11:51: Sie richtet den Blick weg vom Traum jeden Schmerz zu vermeiten und hin zu der Fähigkeit, Schwachbewegungen einordnen zu können.
00:12:02: Vielleicht liegt genau dort ein Teil professionell Investierens – nicht darin jede Krise vorherzusehen!
00:12:09: Nicht darin jeden Crash perfekt zu teimen sondern darin so aufgestellt zu sein dass man in schwierigen Phasen nicht die falschen Entscheidungen trifft.
00:12:20: Dazu gehört Wissen natürlich aber dazu gehört auch etwas anderes Ein realistischer Depotaufbau vernünftige Gewichtungen und die Fähigkeit zwischen Marktunruhe und einem echten Unternehmensproblem zu unterscheiden.
00:12:37: Denn die Tage, die später für die Redite besonders wichtig waren fühlen sich in ihrer Entstehung oft nicht gut an.
00:12:44: Man zweifelt man ist unsicher und meistens will man lieber erstmal an der Seite linear abwarten.
00:12:51: Nur leider kommt die Erleichterung an der Börse auf der Stand zurück wenn ein guter Teil der Gegenbewegung bereits vorbei ist.
00:13:00: Wenn Sie lernen möchten, wie Sie Aktien und Depots so beurteilen, dass sie in solchen Phasen ruhiger sicherer und unabhängig entscheiden können.
00:13:09: Dann ist genau da sein Teil dessen warum es in meiner Masterclass geht.
00:13:15: Und damit wünsche ich Ihnen wieder alles Gute und ein Depot in das Sie Vertrauen haben um mit dem Sie auch in turbulenten Phasern noch ruhig schlafen können.
00:13:25: Ihr Wilhelm Scholze.
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